Gábor Hontvári ungarischer Dirigent, Preisträger von bedeutenden Wettbewerben ist Generalmusikdirektor für die Spielzeit 2025/2026 am Theater Nordhausen und Loh-Orchester Sondershausen. Er war 2019 bis 2025 1. Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor am Mainfranken Theater Würzburg.
Zu Hontváris Saisonhöhepunkten der Spielzeit (2025/2026) zählen sein Debüt im Teatro La Fenice und die musikalische Leitung der Wiederaufnahme von Mozarts „Don Giovanni“ (Regie: Klaus Guth) am Opernhaus Budapest. Als Interim Generalmusikdirektor des Loh-Orchesters freut sich Hontvári auf den bevorstehenden zahlreichen sinfonischen Projekten sowie auf die drei Musiktheaterpremieren der Saison. Als Krönung der Spielzeit dirigiert er in Juni an der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen Leoncavallos „Pagliacci“ und Mascagnis „Cavalleria Rusticana“. Im Konzertbereich kehrt er als Gastdirigent zu dem Ungarischen Nationalphilharmoniker, dem Danubia Orchester und dem Philharmonisches Orchester Győr zurück. In November leitet er den 172. Jubiläumkonzert des Budapester Philharmonisches Orchesters und in März 2026 dirigiert er das 3. Sinfoniekonzert der Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin.
Hontvári konnte kürzlich mehrere bedeutenden professionellen Erfolge aufweisen: 2020 beim
„IX. Sir George Solti Dirigierwettbewerb“ in Frankfurt und 2019 bei dem internationalen Dirigierwettbewerb „Deutscher Dirigentenpreis“ in Köln wurde er mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Im gleichen Jahr beim Wettbewerb der deutschen Hochschulen „Campus Dirigieren” erhielte er ebenso den 2. Preis, und den Publikumspreis. Zuvor beim „7. Dirigierwettbewerb der mitteldeutschen Hochschulen“ mit dem MDR ging er als 1. Preisträger hervor. Als Anerkennung für seine dirigentischen-künstlerischen Tätigkeit wurde er 2018 mit dem Ernst-von Schuch Preis, und 2022 mit dem ungarischen Junior Prima Preis ausgezeichnet. 2025 gewann der von ihm am Mainfranken Theater geleiteten Erfolgsproduktion „Märchen im Grand Hotel“, eine Jazz-Operette von Paul Abraham den Operettenfrosch des Bayerischen Rundfunks BR Klassik.
Hontvári konzertierte in den bedeutendsten Konzertsälen Europas, wie in dem Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie, der Kölner Philharmonie. In Deutschland arbeitete er mit zahlreichen renommierten Orchestern wie dem WDR-Sinfonieorchester, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, dem Folkwang Kammerorchester, der Hamburger Camerata, dem Nürnberger Symphoniker, oder der Nordwestdeutschen Philharmonie. 2017 leitete er die Südkorea-Tournee der Bayerischen Kammerphilharmonie.
In seinem Heimatland ist er wiederkehrende Gast bei den namhaftesten Orchestern, wie bei dem Ungarischen Nationalphilharmoniker, dem Ungarischen Rundfunkorchester, oder dem Philharmonisches Orchester Győr. 2023 leitete er die Dubai Tournee des Opernhaus Budapest und der Ungarischen Ballett.
Neben der traditionellen symphonischen Literatur dirigiert er regelmäßig Werke des Opernrepertoires. So übernahm er Repertoirevorstellungen bei der Staatsoperette Dresden, dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, dem Landestheater Coburg, am Theater Kiel oder bei dem Badisches Staatstheater Karlsruhe.
Hontvári absolvierte sein Masterstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar unter der Leitung Prof. Nicolás Pasquet, Prof. Ekhart Wycik und Prof. Gunter Kahlert. Zuvor
absolvierte er seinen Bachelor im Orchester- und Chordirigieren an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest. Hier unterrichteten ihn András Ligeti, Ádám Medveczky und Valér Jobbágy. Seit 2016 war Hontvári Stipendiat des Forum Dirigieren des Deutschen Musikrates und wurde 2018 in die Künstlerliste Maestros von morgen aufgenommen.